Wie verfährt das "Sprachbad" Immersion in der Kita, wie in der Schule?

In der Kita begleiten die (fremdsprachigen) pädagogischen Fachkräfte das, was sie tun, mit einem reichhaltigen Vokaluvar. Was sie sagen, begleiten sie mit Mimik, Gestik und visuellen Hilfen. Wenn zum Beispiel über Äpfel gesprochen wird, sollten Äpfel zugegen sein. Je mehr Sinne angesprochen werden, desto besser. Die Kinder erschließen sich eigenständig, um was es geht, wie beim Erwerb ihrer Erstsprache. Sie sind nicht überfordert.

Verbundsysteme von Kita, Grundschule und weiterführender Schule sind perfekt geeignet für den intensiven Sprachkontakt mit der Zielsprache. In der Schule findet der Unterricht im besten Fall ab Klasse 1 und in allen Fächern außer Deutsch in der neuen Sprache statt. Der Unterricht ist sehr anschaulich gestaltet und berücksichtigt die wichtigen Faktoren des erfolgreichen immersiven Spracherwerbs. Der Wortschatz entwickelt sich durch die unterschiedlichen Fachgebiete sehr vielfältig. Weder die Muttersprache noch das Fachwissen werden beeinträchtigt. Fehler der Kinder gehören in allen Sprachen zum Spracherwerb. Man begegnet ihnen mit „korrektivem Feedback“: Die Äußerung des Kindes wird in veränderter Form noch einmal wiederholt oder anders paraphrasiert.  Äußert ein Kind beispielsweise „My friend have two horse” , könnte die Antwort sein: „Oh,really, your friend has two horses? That is amazing!” oder Ähnliches. Je mehr Fächer in der neuen Sprache unterrichtet werden, desto größer sind die sprachlichen Fortschritte.

 

Zuletzt aktualisiert am 10.11.2019 von H.C..

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